Karl Klingenbrunner - mit der Kraft des Feuers

Der RAKU-Voragang

RAKU-Keramik ist eine seit dem 16. Jahrhundert angewandte japanische Technik, ursprünglich bestimmt zur Herstellung von Trinkschalen, die für die Teezeremonie des Zen-Buddhismus bestimmt waren.

 

Seit den 1950er Jahren wurde RAKU in den USA, später auch in Europa weiterentwickelt.

 

 

Die Technik:

 

Das rohgebrannte glasierte oder unglasierte Objekt wird in einem speziellen Rakuofen in kürzester Zeit auf 900 - 1100 Grad C gebrannt. Der Keramiker verfolgt den Glasurverlauf bzw. die Farbe der Glut. Ist der gewünschte Zustand erreicht, wird der Brand abgebrochen und das Brenngut mit Hilfe langer Zangen aus dem Ofen genommen.

 

Häufig wird es durch Einbetten in brennbarem Material (Sägespäne,Laub,...) der Reduktion unterzogen. Oft entstehen dramatische Oberflächenveränderungen: die durch die spontane Abkühlung entstandenen Glasurrisse werden durch den entstehenden Kohlenstoff schwarz gefärbt, es entstehen raue,krustige Oberflächen, Metalloxyde werden in glänzende Metalle verwandelt.

 

 

RAKU - ein keramisches Abenteuer:

 

RAKU bedeutet Begeisterung und Spannung. Ein begeisternder Aspekt des RAKU ist das Natürliche. RAKU ist eine Kunst, die sich mit der Natur auseinandersetzt. RAKU zeigt, dass Keramik ein anderes Gesicht besitzt. Hier gilt nicht die Perfektion,die absolute Tauglichkeit, die von der Gebrauchsfunktion gefordert wird.

 

Hier gilt zuerst die eigenartige Unvollkommenheit,  die durch die Sprache des Materials entsteht.

 

Dieser Blick auf Kunst und Leben, reich an außergewöhnlichen aber dennoch

einfachen Techniken, ist jedem zugänglich.

 

RAKU ist kein Geheimnis sondern offen für alle , die aus Freude am Tun Keramik gestalten wollen.

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Bilder aus flickr mit dem Tag "Ski"

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